A-Z für Patienten2016-11-20T18:51:27+00:00

A bis Z für Patienten

  1. Oberlidkorrektur: Die Oberlidkorrektur ist eine relativ einfache Korrektur. Sie dauert pro Seite etwa 20 Minuten und wird in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Wunde selbst wird mit einem hautfarbenen Pflaster verschlossen, was zusammen mit den Fäden am vierten bis sechsten Tag entfernt wird. Die Blutergüsse dauern in der Regel sieben bis zehn Tage und sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Eine Sonnenbrille kann sie recht gut kaschieren. Ein bis zwei Tage nach Entfernen der Fäden ist es wieder möglich, Make-up aufzutragen.
  2. Unterlidoperationen: Die Unterlidkorrektur ist relativ komplex, da hier die Muskulatur durch die Schwerkraft in die Länge gezogen wird, und man immer die Muskulatur mit straffen muß. Falls nötig, müssen Tränensäcke mit entfernt werden, was zu größeren Blutergüssen führen kann. Die Raffung des Muskels am äußeren Lidrand wird mit auflösbarem Faden durchgeführt, dieser ist manchmal einige Wochen bis Monate zu tasten. Insgesamt dauert der Heilungsprozeß etwa zwei bis drei Wochen. Bei allen Operationen im Gesicht muß ausgiebig gekühlt werden. Dies geschieht am besten durch sogenannte Cold Packs. Alternativ reicht auch ein Waschlappen, der leicht angefeuchtet im Kühlschrank aufbewahrt wird, oder in dünne Scheiben geschnittener Tofu aus dem Kühlschrank.
Alkohol erweitert die Gefäße und führt zu vermehrten Blutergüssen. Er sollte daher unmittelbar vor der Operation und in den ersten Tagen danach gemieden werden.
Blutergüsse kommen bei jeder Operation vor und verschwinden in der Regel spontan ohne weiteres Zutun. Lediglich punktuelle Blutergüsse mit Verflüssigung des Blutes müssen punktiert oder anderweitig abgelassen werden.
So wird die professionelle Schmink-Technik genannt, um Hautanomalien wie Feuermale und Pigmentflecken, aber auch nicht weiter behandelbare Narben oder Akne abzudecken. Die Camouflage ist leicht zu entfernen, es gibt sie sowohl wasserfest als auch speziell auf den Allergiker zugeschnitten.
So werden die kleinen lästigen, an Besenreiser der Beine erinnernde Äderchen im Gesichtsbereich genannt. Ihre Behandlung erfolgt entweder ähnlich wie die der Besenreiser an den Beinen durch Verödung mit einem Alkohol, der in sie hineingespritzt wird oder alternativ mit dem Laser oder auch radiochirurgisch.
Die Dermabrasion ist die Abtragung der obersten Hautschicht. Da die Haut schichtweise in Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut gegliedert ist, kann mit entsprechend feinen Diamantschleifstücken die Haut kontrolliert geschliffen werden, ohne dass neue Narben entstehen. So können Unebenheiten der Hautoberfläche, die z.B. von kleinen Fältchen im Mundbereich oder von Narben herrühren, geglättet werden. Prinzipiell ist der Effekt identisch mit dem des Lasers oder des chemischen Peelings. Die Dermabrasion hat lediglich den Vorteil, dass die Übergänge bei entsprechender Erfahrung wesentlich fließender und situationsgerechter erfolgen können als es mit den technischen Methoden des Lasers möglich ist.
Eindeutig geht der Trend zu natürlichen, naturidentischen oder zumindest biologisch adaptierten Techniken (Botox). Momentan in vielversprechender Erprobung findet sich der Dermaroller. Bei dem Dermaroller handelt es sich um eine kleine Hautwalze, die mit 192 Mikro-Nadeln besetzt ist. Diese sind so fein, dass eine Verletzung der tieferen Hautschichten ausgeschlossen ist. Lediglich die oberste Hautschicht wird feinst durchbohrt. Der Organismus reagiert auf die winzigen Verletzungen mit der Ausschüttung von Keratinozyten, Kollagen und anderen Wachstumsfaktoren. Dies ist ein ganz normaler physiologischer Vorgang, man bezeichnet ihn als „natürliche Kollagen-Induktion“. Ein bis zwei Tage nach dem „Nadeln“ sprossen Keratinozyten ein und beginnen mit der Kollagenproduktion vom Typ I und III, die rund eine Woche später ihren Höhepunkt erreicht hat. Das Kollagen formiert sich auf der Dermis und unter der Basalschicht der Epidermis. Im Verlauf der nächsten Monate verändert sich das Kollagen vom Typ III zum Typ I, was wiederum in einer höheren Festigkeit und Elastizität der Kollagenfasern resultiert. Ein Nadelstich als solcher ist sicher kaum erwähnenswert. Ganz anders verhält es sich aber, wenn sich eine Vielzahl von kleinen Stichen aneinander reihen. Die Formation der einzelnen neuen Kollagenfasern verbindet sich (wird konfluent) und bildet eine neue Gewebsschicht auf der Dermis. Gegenüber den Peelingmethoden und dem Laser hat die Behandlung mit dem CIT-Dermaroller einen unbestreitbaren Vorteil: Die Epidermis, der natürliche Schutzwall der Haut gegen äußere Einflüsse, bleibt erhalten. Dadurch entfallen so gut wie alle bekannten Nebenwirkungen und Risiken des Säure-Peelings oder der Laserbehandlung. Ob allerdings tatsächlich neue elastische Fasern aufgebaut werden, ist Gegenstand einer momentan laufenden kontrollierten Studie.
Duschen, auch mit Seifen, sofern sie keine ätherischen Öle als Duftessenz enthalten, ist prinzipiell ab dem zweiten Tag nach der Operation erlaubt. Die Angst vor Wundinfektion ist bei der heutigen Wasserqualität und der Verwendung von Seife nicht mehr begründet. Nur das Baden oder zu hohe Temperaturen sind zu vermeiden, da dies zum Aufquellen der Haut auch im Nahtbereich führt.
Die Entwicklung der Gesichtsstraffung ist eng mit dem Fortschritt verknüpft, den man in der funktionellen Anatomie gemacht hat. In den letzten Jahren hat man gelernt, unterschiedliche Gewebeschichten im Gesicht unterschiedlichen Alterungsprozessen und Faltenstrukturen zuzuordnen. Je nach Ausmaß und Typ der Gesichtsalterung kommen hier verschiedene Operationstechniken zur Anwendung, die im Einzelfall besprochen werden müssen. Allen Techniken gemeinsam ist der Schnitt um das Ohrläppchen herum und hinter dem Ohr. Die Operation dauert etwa drei Stunden. Es ist mit recht deutlichen Schwellungen über zwei bis fünf Tage zu rechnen. Vier Wochen lang sind sie rekonvaleszent und sollten Sauna, Höhensonne oder starke sportliche Anstrengungen meiden. Auch danach ist im ersten Jahr eine Sonnenschutzcreme mit mindestens Faktor 30 anzuwenden. Die Narbenreifung dauert im Schnitt acht bis zehn Wochen, bis zur endgültigen Reifung vergeht jedoch ein Jahr.
Die Liposuktion oder Fettabsaugung ist wahrscheinlich die am häufigsten durchgeführte plastisch-chirurgische Operation. Möglich wurde dies durch die Entwicklung dünnerer Kanülen. Während früher noch mit etwa 1 cm dicken Kanülen gesaugt wurde, sind heute die gängigen Volumina um die 3 mm. Eine zuvor eingespritze Flüssigkeit aus Kochsalzlösung, lokalem Betäubungsmittel, Bicarbonat und Adrenalin lassen die Fettzellen aufquellen und sich teilweise verflüssigen, so dass sie durch die kleinen 3-mm-Kanülen abgesaugt werden können. Durchschnittliche reine Fettabsaugungen liegen bei etwa 250 bis 300 ccm ohne Einberechnung des Wassergehalts. Am besten läßt sich dies mit einem Halben-Pfund-Butterpäckchen vergleichen. Bei größeren Volumina der zugeführten so genannten Tumeszenzlösung wird der Kreislauf aufgrund der Wasserbelastung durch den Narkosearzt überwacht. Im postoperativen Verlauf ist das Tragen einer Miederhose über insgesamt sechs Wochen Tag und Nacht absolut wichtig, da die Haut durch die herausgesaugten Fettzellen teilweise von der Muskulatur abgelöst ist. Falls das Mieder nicht korrekt getragen wird, wächst sie uneben an die Muskulatur an, was zu unschöner Dellenbildung führt. Das Mieder soll nirgends schnüren, durch Sitzen oder darüberliegende Kleidung dürfen keine Druckstellen auf die abgesaugten Areale entstehen. Die Fettabsaugung wird vom Organismus sehr gut vertragen, in aller Regel kann man am nächsten oder übernächsten Tag schon wieder seiner normalen Arbeit nachgehen, sollte jedoch schwere Kreislaufanstrengungen oder Sauna in den ersten sechs Wochen vermeiden.
Die Druckunterschiede beim Fliegen sind für die Wundheilung nicht günstig und sollten in den ersten zwei Wochen nach Operationen vermieden werden. Danach bestehen keinerlei Einschränkungen, auch nicht, wenn sie Implantate jeglicher Art in sich tragen.
Der Name „Patient“ kommt aus dem lateinischen patientia (die Geduld) und soll auf die Notwendigkeit hinweisen, dass jede Heilung ihre Zeit braucht.
Das nach Gesichtsoperationen etwas taube Gefühl im Narbenbereich und insbesondere auch am Ohrläppchen ist völlig normal und kann sehr lange dauern. Hier ist Ihre Geduld gefragt.
In der plastischen Chirurgie kommen Gipse insbesondere bei Nasenoperationen in den ersten Tagen zur Anwendung. Zunehmend werden jedoch thermoplastische Kunststoffe zur Ruhigstellung und Formung verwendet, da diese gewaschen werden können und wesentlich hygienischer sind.
siehe Blutergüsse
Das Waschen der Haare ist, wie auch das Duschen, ab dem zweiten Tag erlaubt. Sie sollten lediglich einen Tag nach Entfernen der Fäden pausieren, da hier die Wunden an den Fadenecken stellenweise wieder durchlässig sind.
Die Haartransplantation, die früher durch Ausstanzen der Haare im Hinterkopfbereich und Einpflanzen in entsprechende ausgestanzte Löcher im vorderen Bereich der ausgefallenen Haare durchgeführt wurde, wird neuerdings als so genannte Schlitz- oder Minigrafts ausgeführt, weil hier beim Nichtanwachsen keine sichtbare Narbe resultiert. Es werden in der Regel kleine Bündel aus drei bis fünf Haarwurzeln in einem kleinen Schlitz verpflanzt. Von diesen drei bis fünf wachsen dann mindestens zwei pro Schlitz an. Dies ist absolute Handarbeit, die Haarwurzeln werden zu den Dreierbündeln unter Sicht eines Brillenmikroskops zerlegt, das Ganze dauert relativ lang, nämlich einige Stunden. Die Haare an den Hinterkopfentnahmestellen sind nicht hormongesteuert und werden daher, einmal angewachsen, auch nicht wieder ausfallen.
Implantate sind Fremdkörper. Sie haben alle unterschiedliche Vor- und Nachteile, weshalb in letzter Zeit zunehmend nach körpereigenem Ersatz gesucht wird. Insbesondere die Eigenfettbehandlung hat hier große Fortschritte erzielt. Nur ist die Größe der verpflanzten Fettzellen problematisch, da ausreichend ortsständige Durchblutung vorhanden sein muss, um das verpflanzte Areal zu ernähren. Fremdmaterialimplantate sind synthetisch hergestellte oder synthetisch veränderte Eiweißbausteine (Kollagen, Valoronsäure, Artekoll), die gezielt in kleinen Mengen dem Zellaufbau oder dem Aufbau der Zwischenzellsubstanz dienen.
INTERPLAST-Germany e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, dessen deutscher Ableger vom Lehrmeister von Dr. Schwarz, Prof. Lemperle, gegründet wurde. Der Vereiner hat die Verbreitung und ehrenamtliche Lehroperation in Ländern der „Dritten Welt“ zur Aufgabe. Sein Motto lautet: „Es ist nicht unser Verdienst, in einer Welt des Wohlstandes und der optimalen medizinischen Versorgung geboren worden zu sein. Es ist nicht deren Schuld, mit einer Fehlbildung oder Verbrennungsfolgen in einem Entwicklungsland aufzuwachsen, in dem es für die Armen keine Möglichkeit der plastischen Chirurgie gibt. Lasst uns deshalb die Ungerechtigkeit der Natur ausgleichen – soweit es in unserer Macht steht.“ Nach dem erfolgreichen Einsatz in der Tsunami-Region Südindien steht für 2006 ein Einsatz in Nepal an. Ebenso hospitiert ein Chefarzt aus Tamil-Nadu, Dr. Jayalal, im Juli/August in unserer Praxisklinik.

Aktuelles über die südbadische Sektion finden sie unter www.interplast-freiburg.de

Diese Implantate bestehen aus angerauhtem Hartsilicon, das durch die rauhe Oberfläche eine feste Verbindung mit dem Körpergewebe eingeht und durch die jahrelange Erfahrung zum Beispiel bei Herzschrittmachern gut verträglich ist.
Insbesondere beim Facelifting ist ein schickes Kopftuch zusammen mit einer Sonnenbrille ein ideales Mittel, um die Schwellungen und Blutergüsse der ersten Woche zu verbergen.

Laser ist zu einem Modewort geworden. Rein physikalisch handelt es sich um Licht einer einzelnen Frequenz (Farbe) von sehr hoher gebündelter Energie. Er bewirkt lediglich eine ganz lokalisierte Gewebezerstörung, wobei je nach der Farbe des Lasers unterschiedliche Gewebetypen unterschiedlich stark empfänglich sind. Bewährt hat sich vor allem der CO2-Laser zum Abtragen der obersten Hautschichten und die gasförmigen Laser (Argon und Crypton), um farbveränderte Hautareale (Couperosis, Pigmentmale) zu behandeln. Allerdings gibt es für jedes Verfahren auch ein konventionelles Mittel, das bei entsprechender Erfahrung gleich gute Erfolge bringt.

Die Laserchirurgie führt Dr. Schwarz nicht mehr durch, da hier der Generationenwechsel der Technik eine Monospezialität geschaffen hat.

Schon 24 Stunden nach Entfernen der Fäden kann auch im Narbenbereich ein Make-up aufgetragen werden.
Die Nase ist wohl das prominenteste und am stärksten den Charakter prägende Organ des Gesichtes. Eine Veränderung der Nase hat entsprechend großen Auswirkungen auf die Ausstrahlung als Ganzes. Nach der Nasenoperation sind insbesondere die Tamponaden in der Nase sehr unangenehm, weil das Atmen nur durch den Mund möglich ist. Der Gips auf der Nase in der ersten Woche, bis zur dritten Woche dann die Kunststoffschiene, stören in der Regel nicht weiter. Da die Nase insgesamt ein sehr komplexes Organ ist, das aus Knochen, Knorpel, bindegewebigem Stützapparat und Haut besteht, dauert die endgültige Formfindung der Nase mindestens drei bis sechs Monate.
Das Ohr besteht aus Knorpel und erhält seine spezielle Form durch mehrere hintereinander gelegene Faltungen dieses Knorpels. Die frühere Operationsmethode des Durchtrennens und wieder Zusammennähens des Knorpels hatte daher recht unansehnliche, künstlich wirkende Effekte. Das beste Verfahren, zumindest was die Form betrifft, besteht daher in der Neufaltung und Halten dieser neuen Faltung durch einzelne Nähte. Selten einmal kann es, wenn der Knorpel sehr elastisch ist, zu neuerlichem Abstehen durch Ausreißen der Fäden kommen.
Während der Heilungs- und Regenerationsphase nicht zu empfehlen, da Nikotin die Blutgefäße verengt und daher durch die verminderte Durchblutung die Heilungsvorgänge langsamer ablaufen.
Die feuchte Hitze führt zu einer starken Aufquellung der obersten Hautschichten und sollte erst bei völligem Abklingen der Schwellungen durchgeführt werden.
Die Stellung der Jochbeine ist für das Profil und die Konturen des Gesichtes wichtig. Wenn die Jochbeine zu gering ausgeprägt sind, können sie mit anatomisch angepassten, individuell zugeschnittenen Implantaten, die über den Mund eingebracht werden, vergrößert werden.